Antrag 135/II/2018 Unternehmer in die Politik

Status:
Erledigt

Das Organisationsstatut der SPD ist dahingehend zu ergänzen, dass UnternehmerInnen anteilig zu ihrem Anteil in der Bevölkerung in Führungsfunktionen innerhalb der Partei und in politischen Ämtern und Parlamenten vertreten sein müssen.

 

 

 

 

Begründung:

In den Parlamenten, in den Führungsgremien der Partei und in den meisten politischen Ämtern, in die SPD-Vertreter gewählt werden, sind überproportional Juristen vertreten, die Anzahl von Beamten ist demgegenüber leicht zurückgegangen. Gleichwohl sind Abgeordnete mit Berufserfahrung eher im Bereich „Exoten“ zu verorten.

 

Dazu meint Monika Lazar, MdB Bündnis 90/Grüne, Bäckerin aus Sachsen:

„Berufserfahrungen sind in der Politik ein großer Vorteil und sie sorgen für die nötige Bodenständigkeit. Im (familiären) Bäckereibetrieb hat man viel mit Menschen zu tun. Da habe ich gelernt, zuzuhören und möglichst keine Floskeln als Antworten von mir zu geben. Auch habe ich gelernt, mit älteren Männern umzugehen, die in diesem Handwerk und in den Berufsverbänden ja stark vertreten sind.  Mir ist bewusst, dass ich in meiner Fraktion mit meinem beruflichen Werdegang schon auffalle. Aber ich bin durchaus stolz darauf.“

 

Und Detlef Müller, MdB für die SPD –direktgewählt-  aus Chemnitz, Lokomotivführer sieht das so:

„Der Bundestag soll ja eigentlich die Bevölkerung widerspiegeln. Allerdings gibt es viele Abgeordnete, die ausschließlich in der Politik Karriere gemacht haben. Das finde ich problematisch, denn als Abgeordneter geht es doch um die Erfahrung, die man aus dem Alltag mitbringt.“ (Quelle

 

Empfehlung der Antragskommission:
Erledigt bei Annahme 01/II/2018 (Konsens)