Antrag 87/II/2018 Seilbahn zu sozialverträglichen Preisen sichern und in den ÖPNV integrieren

Status:
Annahme

Die SPD BERLIN muss sich zur Seilbahn auf dem ehemaligen IGA-Gelände bekennen

 

  1. Die Seilbahn muss dauerhaft für die Allgemeinheit gesichert werden. Ein Rückbau ist auszuschließen;
  2. Die Seilbahn ist – als Teil der BVG – in den VBB-Tarif (Berlin AB) zu integrieren;
  3. Die Seilbahn muss bis zur abgeschlossenen Tarifintegration sozialverträgliche Preise anbieten;
  4. Ein Seilbahnkonzept als Ergänzung des ÖPNV ist auch für andere Berliner Bezirke ist zu prüfen.

 

Begründung:
Die Seilbahn war zu Recht das Symbol der IGA. Sie verbindet Marzahn und Hellersdorf. Und das soll auch so bleiben. Jetzt muss sie ein Wahrzeichen für Berlin und den Bezirk werden - dauerhaft und zu sozialverträglichen Preisen. Diese Position muss sich die SPD zu Eigen machen. Es geht um einen sozialen und wirtschaftlichen Beitrag für den Bezirk Marzahn-Hellersdorf, und zwar nicht nur für den Tourismus. Es geht auch darum, ein Stück weit das Stigma eines Bezirkes abzulegen, den man im Zweifel noch nie freiwillig besucht hat. Die wirtschaftlichen Effekte sind nicht zu unterschätzen: Wer Seilbahn fährt, trinkt später Kaffee, kommt beim nächsten Mal zu den Gärten der Welt und erzählt seinen Nachbarinnen und Nachbarn davon. Die SPD braucht im Berliner Osten ein Vorzeigeprojekt, um gegen die anderen Parteien bestehen zu können.   Die Erfahrung lehrt: Wer einmal in der Seilbahn gesessen hat, ist begeistert von der Aussicht und Perspektive auf Berlin und das Umland, und von einem „erhebenden“ Gefühl. Dafür muss stärker geworben werden: Das Seilbahn-Marketing birgt Nachfragereserven. Die Seilbahn muss in den VBB-Tarif (Berlin AB) eingebunden werden. Alles andere wäre nicht sozialdemokratisch. Eine Einbindung in den ÖPNV sorgt für breite Akzeptanz. Die Seilbahn darf kein Wahrzeichen vor der Haustür sein, das man sich nicht leisten kann. Bis dahin ist ihre Nutzung zu sozial verträglichen Preisen anzubieten.   Seilbahnen finden weltweit eine hohe Akzeptanz. Deshalb sollte auch für andere Berliner Bezirke geprüft werden, wie dieses umweltfreundliche, nachhaltige Verkehrsmittel dort in den ÖPNV integriert werden kann.
Empfehlung der Antragskommission:
Annahme (Konsens)