Antrag 05/II/2018 Rechtfertigung von nicht-quotierten Delegationen auf dem LPT

Status:
Erledigt

Delegationen, die bei Landesparteitagen der SPD Berlin nicht quotiert erscheinen, mögen dies öffentlich durch die Delegationsleitung im Plenum begründen.

Die Rechtfertigung dient zur Sensibilisierung des Themas sowie zur Feststellung von strukturellen Problemen, z.B. die Terminierung und Dauer von Parteitagen, den Bedarf an Kinderbetreuung oder die nicht quotierte Wahl einer Delegation auf Kreisebene.

Die SPD Berlin ist aufgefordert, darauf zu achten, dass nicht die persönlichen Gründe der Mitglieder aufgeführt werden und keine Bloßstellung stattfindet. Es bedarf keiner öffentlichen Entschuldigung für private und berufliche Verpflichtungen.

Begründung:
Instrumente zur Gleichstellung und Beteiligung von Männern und Frauen in der SPD können nur dann wirken, wenn sie konsequent durchgesetzt werden. Dazu zählt auch die Durchsetzung der Quote bei Parteitagen. Auch wenn der Anteil von Frauen in der Mitgliedschaft der SPD Berlin immer noch zu niedrig ist, entspricht eine stärkere Beteiligung und Einbringung von besonders von Frauen sowohl den Zielen, als auch den Interessen unserer Partei. Den Delegationsleitungen obliegt es, zu erklären warum es ihnen nicht gelungen ist eine quotierte Delegation aufzustellen. Somit werden Defizite beim Erreichen der Quotierung und in den angewendeten Mitteln aufgezeigt. Dabei soll geklärt werden, ob es um eine einmalige Nicht-Quotierung handelt oder um ein strukturelles Problem. Auch soll die Delegation ansprechen welche Probleme es gibt und welche Hilfestellungen und Lösungsansätze sie benötigen, um zukünftig für eine Quotierung zu sorgen. Zusätzlich sollen auch quotierte Delegationen die Möglichkeit erhalten, Anmerkungen zu den Abläufen und der Struktur der Landesparteitage einzureichen.
Empfehlung der Antragskommission:
Erledigt bei Annahme 01/II/2018 (Konsens)