Antrag 228/I/2018 Notwendige Sanierungsmaßnahmen und Erweiterungen der Verkehrsinfrastruktur in Reinickendorf zeitlich abstimmen

Status:
Überweisung

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin werden aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass die für die nächsten Jahre avisierten großen Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen in Reinickendorf

 

  • Dammsanierung der U6,
  • Grundhafte Sanierung der A111 und
  • Zweigleisiger Ausbau der S25 zwischen Tegel und Schönholz

 

zeitlich aufeinander abgestimmt erfolgen. Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz muss hier eine professionelle Steuerung bei der zeitlichen Realisierung übernehmen und dafür Sorge tragen, dass die Mobilität in und um Reinickendorf auch während der Baumaßnahmen sichergestellt bleibt. Daher sollte insbesondere die Dammsanierung der U6 zügig umgesetzt werden.

Begründung:

Für die kommenden Jahre sind bereits mehrere große Verkehrsinfrastrukturprojekte angekündigt:

Für die Jahre 2020/2021 hat die BVG die Dammsanierung der U6 zwischen den Bahnhöfen Borsigwerke und Kurt-Schumacher-Platz geplant. Neben der Dammsanierung wird auch ein Ersatzneubau der Brücke Seidelstraße sowie die Sanierung der denkmalgeschützten Bahnhöfe und Dächer der Bahnhöfe Scharnweberstraße und Holzhauser Straße erforderlich. Es wird abschnittsweise zu mehrmonatigen Sperrungen kommen.

 

Möglicherweise ab 2022 beginnen die Sanierungsarbeiten der A111. Diese umfassen den 13,3 km langen Abschnitt der A111 ab Stadtgrenze, die Sanierung der Rudolf-Wissell-Brücke sowie weitere zahlreiche Brücken-, Tunnel- und Trogbauwerke.

Auf der S25 ist ein 10-Minutentakt bis Tegel ein zentrales Ziel. Bis Ende 2023 erfolgt der Ausbau auf moderne Signaltechnik und erst danach kann der zweigleisige Ausbau erfolgen. Bis Ende 2026 scheint nach Ansicht der DB AG der angestrebte 10-Minutentakt realistisch.

 

Bei allen drei Verkehrsmaßnahmen handelt es sich um unterschiedliche Verkehrsträger. Um die Baumaßnahmen zu koordinieren und die damit verbundenen Einschränkungen der Mobilität zu minimieren, bedarf es einer professionellen Projektsteuerung.

Empfehlung der Antragskommission:
Überweisen an: AH Fraktion (Konsens)