Antrag 202/I/2018 Neues Konzept für die Volksbühne!

Status:
Annahme

Die Berliner SPD setzt sich für eine Neuausrichtung des Konzeptes der Berliner Volksbühne hin zu einer echten „VOLKS-Bühne“ ein.

 

Die sozialdemokratischen Abgeordneten und Vertreter*innen der SPD im Senat werden aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass dieses bedeutende Theater im Zentrum Berlins als künstlerisches Abbild der modernen Stadtgesellschaft in einem breit angelegten partizipativen Diskurs entwickelt wird.

 

Das neue Konzept soll unter Einbeziehung des bestehenden Ensembles entstehen und einer sich im Wandel befindenden inklusiv orientierten Gesellschaft mit innovativen Formen des zeitgenössischen Theaters Impulse geben.

Dabei sollen die Berliner Bürger*innen eingeladen werden, die inhaltliche Neugestaltung des Theaters aktiv mit ihren Ideen zu begleiten und diese somit zu ihrer „VOLKS-Bühne“ zu machen. Ziel dieses Prozesses sollte eine Belebung der Theater-Community sein, die neue Formen einer kritischen und begeisternden Theaterwelt hervorbringt.

Begründung:

Nach den legendären Jahrzehnten der Castorf-Zeit an diesem Theater, die 2017 zu Ende ging, wurde unter dem Intendanten Chris Dercon ein Kurs eingeschlagen, der in der Stadt keine Zukunft hatte. In der Auseinandersetzung um die Konzeption und den Intendanten hat das Renommee der Volksbühne stark gelitten. Vor diesem Hintergrund ist es zwingend notwendig, eine  breite Akzeptanz bei den Macher*innen und kulturinteressierten Menschen dieser Stadt für eine Volksbühne nach der Castorf-Ära zu erhalten.

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme (Konsens)