Antrag 39/I/2019 Nachteile ausgleichen und schnellen Arbeitsmarktzugang für Frauen mit Migrationshintergrund sichern!

SPD Fraktion im Abgeordnetenhaus und die SPD Mitglieder des Senats sollen auf folgende Ziele hinwirken:

  1. Aufstockung von finanziellen Mitteln insbesondere zur individuellen Förderungen von Programmen für Frauen
  2. Unterstützung der Beratungseinrichtungen im Rahmen von Projekten
  3. Aufstockung des Härtefallfonds
  4. Öffentlichkeitswirksame Informationskampagne des Senats
  5. Unternehmen, die weitere Qualifikationsangebote für Frauen mit Migrationshintergrund anbieten, zu fördern

 

Begründung:

Für Frauen mit ausländischen Abschlüssen ist die Anerkennung der Einstieg in den Arbeitsmarkt und die einzige Möglichkeit eines Aufstiegs zur Verbesserung der beruflichen Situation.

 

Insbesondere die Arbeitsmarktintegration von geflüchteten Frauen wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die Beschäftigungsquote ist derzeit gering. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten Frauen ist sehr hoch, häufig werden Helfertätigkeiten verrichtet.

 

Mit Hinblick auf den Fachkräftebedarf können die Potentiale und berufspraktischen Kenntnisse dieser Frauen in schnellen und effizienten Anerkennungsverfahren dem Arbeitsmarkt schneller zur Verfügung gestellt werden. Viele Frauen wissen nicht über bereits vorhandene Beratungsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten. Um die Erreichbarkeit zu erhöhen, bedarf es deshalb öffentlichkeitswirksamer Informationskampagnen. Zudem müssen die Beratungseinrichtungen langfristige Förderungen für Projekte erfahren, um umfassende Unterstützung anbieten zu können. Denn durch die jährliche Projektförderung können langfristige Hilfsangebote nicht geplant und durchgeführt werden.

 

Es bedarf der Etablierung von Qualifizierungsmaßnahmen für Frauen mit Migrationshintergrund innerhalb der Unternehmen, um eine Weiterentwicklung der Frauen zu gewährleisten und sie in ihrer Unabhängigkeit zu stärken. Die Angebote der Unternehmen sollten gegebenenfalls auch finanziell gefördert werden können.

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme (Konsens)