Antrag 115/I/2019 Mehr Lehrer mit sonderpädagogischer Ausbildung für Berlin

die sozialdemokratischen Mitglieder des Senats aufzufordern durch die zuständige Senatsverwaltung die Einstellung zweier zusätzlicher Lehrer (mit sonderpädagogischer Ausbildung) an allen Berliner Schulen durchzusetzen. Sie sollen die heutigen sozialen Probleme aufarbeiten, die den allgemeinen Lehr- und Lernprozess an den Berliner Schulen im Wege stehen. Die Einstellungsmodalitäten dieser Lehrkräfte sind so zu verstehen, dass die Hälfte ihres Stundenpotentials für den Unterricht an der Schule eingesetzt wird und die andere Hälfte zur Aufarbeitung von sozialen Defiziten dient. Unter Aufarbeitung von „sozialen Problemen“ sind z.B. Elterngespräche, Behördengänge, Mediationsarbeit, notwendige Schulsanktionen bis hin Gewaltprävention gemeint, die sich aus der Schnittstelle „Schule-Lernen-Unterricht“ ergeben. Die Einflussnahme des Lehrerpersonals auf „Konflikte innerhalb der Schule“ werden dadurch vergrößert, so dass der allgemeine Lehr- und Lernprozess konfliktfreier ablaufen kann.

Begründung:

Das Jahr 2017 hat die höchste Geburtenrate seit der Wende 1989 in Berlin festgestellt. Ab 2022/2023 werden diese Geburten-Jahrgänge in die Grundschule kommen. Das frühzeitige Erkennen von „Problemen sozialer Natur“ durch geschultes Lehrpersonal ist notwendig. Ferner sollen diese Lehrkörper über eine sonderpädagogische Weiterbildung verfügen, die die Verfahren „Anti-Aggressivitäts-Training“ (AAT) und „Coolness-Training“ (CT) im Bedarfsfall anwenden.

Empfehlung der Antragskommission:
Überweisen an: FA V - Stadt des Wissens (Konsens)