Antrag 97/I/2019 Koordinierende ErzieherInnen als eFöB-LeiterInnen Teil der Schulleitung werden

Status:
Nicht abgestimmt

Wir fordern, dass koordinierende ErzieherInnen als eFöB-LeiterInnen Teil der Schulleitung werden und dass der § 73 Schulgesetz Berlin dahingehend geändert wird.
Das Berliner Abgeordnetenhaus hat mit der Änderung des Schulgesetzes und Inkrafttreten zum 30.12.2018 einige wichtige Neuerungen auf den Weg gebracht. Leider wurde in diesem
Zusammenhang die Stellung der/des koordinierenden Erzieherin/Erziehers nicht berücksichtigt, obwohl die Aufgaben mit der rasant zunehmenden Schulverdichtung immer mehr und vielfältiger werden. Koordinierende ErzieherInnen sind gemäß § 74 Abs. 3 Teil der Erweiterten Schulleitung.

 

Aufgrund ihrer zentralen Bedeutung im Konzept der Ganztagsschule, bekleiden koordinierende ErzieherInnen in der mittleren Leitungsebene eine Funktionsstelle, genau definiert ist. Daher muss der § 73 SchulG dahingehend um den Absatz erweitert werden, dass koordinierende ErzieherInnen als Funktionsstelleninhaber Teil der Schulleitung werden.
Darüber hinaus muss die eFöB-Leitung aufgrund der vielfältigen administrativen Aufgaben um das Personal erweitert werden, damit ein Betreuungsschlüssel von 1:100 gewährleistet werden kann.

Somit haben die koordinierenden ErzieherInnen die Möglichkeit, an der für diese Funktion relevanten Zusatzausbildung teilzunehmen und sich entsprechend weiter zu qualifizieren.

Begründung:

Koordinierende ErzieherInnen übernehmen administrative Aufgaben auf der mittleren Leitungsebene der schulischen Hierarchie. Sie sind zentraler Bestandteil der Qualitätsentwicklung des eFöB und somit auch der gesamten Schule. Ihre vielfältigen Aufgaben reichen von der Personalführung, Dienst- und Urlaubsplanung, Budgetplanung, Sachmittelbeschaffung, Organisation des Mittagessens, Fortbildungsplanung über die Weiterentwicklung des Schulprogramms bis hin zu Elterngesprächen und Kooperationsvereinbarungen mit außerschulischen Partnern. Aufgrund der zunehmenden Schulverdichtung, kümmern sich koordinierende ErzieherInnen um mehrere hundert Schülerinnen und Schüler, den dazugehörigen Erziehungsberechtigten und dem pädagogischen Personal. Dabei bleibt die Qualitätsentwicklung, die organisierte Fortbildungsplanung des pädagogischen Personals und viele weitere Aufgaben auf der Strecke.

 

Mit einem Betreuungsschlüssel von 1:100 und der kompletten Freistellung haben Mitglieder des eFöB-Leitungsteams die Möglichkeit, ihre zu bewältigenden Aufgaben so zu meistern, dass individuelle Elterngespräche in dem Umfang stattfinden können, wie es im Sinne der Elternarbeit sinnvoll wäre, dass die Qualität des eFöB so entwickelt werden kann, dass der § 1 SchulG zum Tragen kommen kann, dass urlaubs- und krankheitsbedingte Ausfälle kompensiert werden können, dass planmäßige Fortbildung stattfinden kann, dass Unterstützung und Beratung der Fachkräfte die Zufriedenheit im Team steigern kann, dass Angebote und Förderung der Schülerinnen und Schüler entwickelt werden können, die auch dem Sinn entsprechen, dass, dass, dass.

Empfehlung der Antragskommission:
Überweisen an: FA IV - Kinder Jugend Familie, FA V - Stadt des Wissens (Konsens)