Antrag 215/II/2018 Innovative Wasserstoffantriebstechnik stärken

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Abgeordnetenhauses und des Senats von Berlin setzen sich dafür ein,

 

  • das Wasserstofftankstellennetz aus bisher vier H2-Tankstellen ausgebaut wird, um die Nachfrage nach wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen zu stärken
  • Anreize zu setzen, Wasserstoff als Speichermedium bereits bei Solar- und Windstromerzeugern zu produzieren
  • zur Entwicklung effizienter Wasserstoff-Speichertechnik zielgerichtet Forschungsmittel bereitzustellen bzw. zu diesem Forschungsschwerpunkt Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen auszubauen.

 

Begründung:
Wasserstoff gewinnt als transportabler und exportierbarer Energiespeicher immer mehr an Bedeutung. Als Pilotprojekt mit gerade einmal vier Wasserstofftankstellen in Berlin reicht diese rudimentäre Versorgungsinfrastruktur keinesfalls aus, um die Nachfrage nach dieser potentiell zukunftsweisenden KFZ-Antriebstechnik nennenswert zu wecken. Zu o.g. Anreizen können Auflagen zählen, Entschädigungszahlungen an die Betreiber temporär stillgelegter Windkraftanlagen an deren Produktion von Wasserstoff als Speichermedium zu knüpfen.  Effiziente Wasserstoffspeichertechnik kann in  Forschungsverbünden schneller und günstiger erforscht werden.   Ein Ausbau der Wasserstoffantriebstechnik entspricht einem der Ziele des rotrotgrünen Berliner Koalitionsvertrags, der Rolle von Energiespeichern sowie erneuerbaren und Prosumer-Lösungen Rechnung zu tragen. Damit würde rde Berlin an einen nationalen und internationalen Entwicklungen Anschluss halten. Bis November 2017 entstanden - noch vornehmlich im Süden - 45 Wassertankstellen in Deutschland, bis 2019 sollen 100 installiert sein. IDort haben Honda und Hyundai erste Automodelle mit Wasserstoffantrieben auf den Markt gebracht, deutsche Herstellern wollen bis 2027 nachziehen. In unserer Region hat die Niederbarnimer Eisenbahn die sog. Heidekrautbahn auf diese Zukunftstechnologie umgestellt.
Empfehlung der Antragskommission:
Überweisen an: FA X - Natur, Energie, Umweltschutz (Konsens)