Antrag 22/II/2018 Historische Kommission – reformieren statt abschaffen

Status:
Erledigt

Wir fordern den Parteivorstand der SPD auf, seinen Auflösungsbeschluss zu revidieren und mit den Historischen Kommissionen der SPD auf Bundes- und Landesebene sowie allen interessierten Parteimitgliedern einen Weg zu finden, wie die bisherige Arbeit der Hiko in neuer Form fortgesetzt wird. Dabei wird die Historische Kommission im Rahmen des Erneuerungsprozesses der SPD reformiert und erhält den Auftrag, sich für die Geschichtsarbeit und Geschichtspolitik der deutschen Sozialdemokratie zu engagieren.

 

Zu ihren Aufgaben sollte zählen:

  • Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie im Hinblick auf die Gegenwart zu fördern
  • Der Austausch über demokratische Grundfragen und –werte unserer Gesellschaft
  • Beteiligung an geschichtspolitischen Debatten
  • Begleitung der Geschichtspolitik und Erinnerungskultur der SPD
  • Historische Fundierung gegenwärtiger Politik und Herstellung größerer Zusammenhänge
  • Zusammenarbeit mit den Historischen Kommissionen der SPD auf Landesebene

 

Begründung:
Die Historische Kommission hat seit ihrer Gründung unschätzbar wichtige Arbeit für die SPD, für die Erinnerung an die Geschichte von Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie sowie für die bundesdeutsche Erinnerungslandschaft und Geschichtspolitik gleistet. Im Jahr 2018 leben wir zum einen im Zeitalter der Sozialen Medien und des Postfaktischen, zum anderen in einer Zeit grundlegender Auseinandersetzungen um die Werte der Demokratie, ja des Westens, und im Ringen um eine freiheitliche Erinnerungskultur. Dafür brauchen wir einerseits engagierte und sachkundige Menschen, andererseits Orte und Strukturen der Auseinandersetzung. Dies alles bietet die Historische Kommission, deren Arbeit an Bedeutung gewinnen wird.
Empfehlung der Antragskommission:
Erledigt bei Annahme 18/II/2018 in der Fassung der AK (Kein Konsens)