Antrag 152/II/2018 Frauentag zum Feiertag! Den 8. März zum gesetzlichen Feiertag in Berlin machen

Status:
Annahme

Die Mitglieder der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und die sozialdemokratischen Mitglieder im Senat von Berlin mögen sich dafür einsetzten, den 8. März – den Internationaler Frauentag – in Berlin zu einem gesetzlichen Feiertag zu erklären.

Begründung:
Der am 8. März jährlich stattfindende Internationaler Frauentag geht auf die Forderung Clara Zetkins anlässlich der ersten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz 1907 zurück und wurde 1975 durch die Vereinten Nationen offiziell zum jährlichen Feiertag erklärt. Ursprüngliches Hauptziel war das Frauenwahlrecht. 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und kurz vor dem 100. Jubiläum der ersten Rede einer Frau in einem deutschen Parlament 1919 kann Berlin nun ein starkes Zeichen setzen indem es den 8. März als erstes Bundesland in Deutschland zum Feiertag erklärt. Weltweit steht der Tag dafür, den Frauen Respekt und Anerkennung für ihre Aufopferungen und Leistungen zu bekunden. Er steht heute für das Ziel, eine vollständige Gleichberechtigung der Geschlechter zu erreichen. Der 8. März ist ein Tag der Würdigung und gleichzeitig ein Tag der Mahnung. Gesellschaftliche Würdigung für die großen Verdienste, welche Frauen alltäglich für das Allgemeinwohl leisten und für die bereits erzielten Erfolge der Frauenbewegung. Gesellschaftliche Mahnung, dass niemals nachgelassen werden darf und weiter für die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft werden muss! Ein gesetzlicher Feiertag bietet Zeit und Raum zur aktiven politischen Partizipation. Ähnlich wie der Tag der Arbeit, welcher einen festen Platz für das Hervorbringen von Anliegen der abhängig Beschäftigten schafft, kann der Frauentag die Sichtbarkeit der Anliegen von Frauen nur befördern.
Empfehlung der Antragskommission:
Kein Votum der Antragskommission
Beschluss: Beschluss des Parteitages: Annahme
Beschluss-PDF: