Antrag 21/I/2019 Die Option divers in den Formularen und der Mitgliederkommunikation der SPD sichtbar machen

Status:
Nicht abgestimmt

Wir fordern die zuständigen Stellen innerhalb der SPD auf, sämtliche Dokumente aller Ebenen und Gliederungen, in denen Parteimitglieder, mit der Partei assoziierte Personen oder am Eintritt in die Partei interessierte Menschen, Angaben zur ihrer Person machen, hinsichtlich der Sichtbarkeit und Wählbarkeit der Option divers zu überprüfen, gegebenenfalls zu ändern und anzupassen. Ebenso soll in der Mitgliederkommunikation eine passende Anredeform für Personen der Option divers verwendet werden.

Begründung:

2017 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass der Gesetzgeber bis spätestens 1. Januar 2019 neben männlich und weiblich einen weiteren, positiven Geschlechtseintrag schaffen muss. Bis Ende 2018 konnten intergeschlechtliche Menschen ihren Geschlechtseintrag lediglich ganz streichen lassen – das reichte dem Bundesverfassungsgericht aber nicht. Seit dem 1. Januar 2019 gibt es neben männlich und weiblich nun „divers“ als offizielles drittes Geschlecht für intergeschlechtliche Menschen. Die Dokumente der SPD geben diese Option (noch) nicht her. Wir möchten, dass die Kommunikation der Partei mit den Menschen – und ganz besonders das Parteieintrittsformular – auch mit seiner Ausgestaltung alle Menschen willkommen heißt.

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme (Konsens)