Antrag 93/II/2018 Berliner Schuldienst attraktiver für Fachkräfte und konkurrenzfähig zu anderen Bundesländern machen

Status:
Nicht abgestimmt

Berlin muss seinen Sonderweg beenden und seine Lehrkräfte , bei denen die persönlichen und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, wieder verbeamten, um konkurrenzfähig auf dem Arbeitsmarkt qualifizierter Lehrkräfte zu sein. Senat und Abgeordnetenhaus-Fraktion werden aufgefordert, die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen dafür rechtzeitig ab 2019 zu schaffen.

 

Begründung:

Es herrscht Lehrkräftemangel. Nach einer Studie fehlen rund 35.000 Lehrkräfte bundesweit. Der Anteil der Quereinsteiger ist in Berlin so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Einer der Gründe dafür ist die fehlende Konkurrenzfähigkeit des Berliner Schuldienstes, weil bis auf Sachsen und Berlin alle Länder Lehrkräfte verbeamten.

 

Die sächsische Regierung diskutiert gerade die Verbeamtung ab dem kommenden Schuljahr. Das führt zu einem Abwandern qualifizierter Lehrkräfte bzw. zu einem Mangel an qualifizierten und ausgebildeten Bewerbern, wie der mittlerweile extrem hohe Anteil von „Quereinsteigern“ zeigt. Der Versuch, durch eine Anhebung der Angestelltenvergütung, Fachkräfte nach Berlin zu holen, führt angesichts der Konkurrenzsituation auf dem Lehrkräftemarkt nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Sie führt zu einer Erhöhung der Personalkosten, zu unterschiedlicher Bezahlung der Lehrkräfte in den Schulen und letztlich dennoch dazu, dass viele qualifizierte ausgebildete Lehrkräfte lieber in den verbeamtenden Ländern in den Schuldienst eintreten.

Empfehlung der Antragskommission:
vom Antragsteller zurückgezogen