Antrag 83/I/2018 Befristete Vertretungseinstellung im Berliner Schuldienst

Status:
Annahme

Die Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und die sozialdemokratischen Mitglieder in der Senatsverwaltung für Schule, Bildung und Jugend werden aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass Hemmnisse abgebaut werden, die es Lehrer/inne/n im Ruhestand erschweren, Arbeitsverträge für Vertretungsunterricht abzuschließen. Künftig soll die Vorlage der letzten Lohn- und Gehaltsabrechnung, bzw. die letzte Bescheinigung der Besoldungsstufe aus dem früheren Schuldienst genügen.

Begründung:
Im Falle eines kurzfristig auftretenden Vertretungsbedarfs versuchen Schulleitungen zunehmend, pensionierte Lehrkräfte für überschaubare Zeiträume zur Unterrichtserteilung zu gewinnen. Der Abschluss derartiger Verträge scheitert bisweilen an der behördlichen Aufforderung, die Ruheständler/innen zu einer schriftlichen Bewerbung zu veranlassen und diesem Schriftstück mindestens die folgenden Unterlagen beizufügen:
  • Ausführlicher tabellarischer und unterschriebener Lebenslauf
  • Beide Staatsexamenszeugnisse, ggf. auch gleichwertige Dokumente
  • Zeugnisse und Gleichsetzungsbescheide
  • Sonstige Nachweise zu Angaben im Bewerbungsbogen
  • Schwerbehindertenausweis (Kopie)
  • Bei bestehendem Beamtenverhältnis nach Ausbildungsende: Ernennungsurkunden „auf Probe“ und ggf. „auf Lebenszeit“ und eine aktuelle Freigabeerklärung (Kopien).
  Manchmal wird auch ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Diese Forderungen werden von Ruheständler/innen als überflüssig – da in der Behörde vorhanden – empfunden und verhindern im Einzelfall eventuell das Zustandekommen eines Vertrags.
Empfehlung der Antragskommission:
Annahme in der Version der Antragskommission (Konsens)
Version der Antragskommission:
Die Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und die sozialdemokratischen Mitglieder des Senats werden aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass Hemmnisse abgebaut werden, die es Lehrer/inne/n im Ruhestand erschweren, Arbeitsverträge für Vertretungsunterricht abzuschließen. Künftig soll die Vorlage der letzten Lohn- und Gehaltsabrechnung, bzw. die letzte Bescheinigung der Besoldungsstufe aus dem früheren Schuldienst genügen.