SPD Berlin

Anträge zum Landesparteitag

Antrag 130/I/2017 Olympiastadion muss Bundesligaarena bleiben. Kein neues Stadion im Olympiapark.

AntragstellerInnen:

KDV Charlottenburg-Wilmersdorf

Der Landesparteitag möge beschließen:

Olympiastadion muss Bundesligaarena bleiben. Kein neues Stadion im Olympiapark.

Die Pläne von Hertha BSC, ab 2025 in einem eigenen, auf dem Gelände des Olympiaparks Berlin errichteten Stadion zu spielen und das Olympiastadion allenfalls für wenige Spiele zu nutzen, aber weiterhin auf Teile seiner Infrastruktur zuzugreifen lehnen wir ab.

 

Wir wollen nicht, dass das erst zur Fußball-WM 2006 mit erheblichen Aufwand sanierte Olympiastadion Berlin zu einer lediglich selten genutzten musealen Tourismusattraktion herabgestuft wird. Zudem würde mit der neuen Veranstaltungsstätte ein ruinöser Wettbewerb zum Olympiastadion, der Waldbühne und anderen großen Veranstaltungsstätten in der Stadt eingeleitet.

 

Der Senat darf nicht durch Überlassen eines Grundstückes zulassen, dass Hertha BSC den Olympiapark Berlin und die in Umfang und Art wichtigen Sportanlagen durch den Bau eines Stadions mit über 55.000 Plätzen neu strukturiert und in seinem einmaligen historischen Charakter vollkommen verändert. Damit würden auch bestehende Sportanlagen und die Bildungsstätte der Landessportjugend überbaut und der wachsenden Stadt nicht mehr zur Verfügung stehen.

 

Allerdings erkennen wir das Bedürfnis von Hertha BSC und vielen Fußballfans nach einer atmosphärisch dichteren Fußballarena an.

 

Der Senat wird deshalb aufgefordert, unverzüglich mit Hertha BSC und der  Olympiastadion GmbH Gespräche aufzunehmen, um zu klären, ob und wie das Olympiastadion im Inneren so umgebaut werden kann, dass es den Ansprüchen an eine atmosphärisch dichte Fußballarena entspricht.

 

Ein möglicher Umbau im Innenbereich des Olympiastadions darf die Außenansicht des Olympiastadions in seiner einzigartigen historischen Art dabei nicht verändern.

 

Gleichzeitig wird der Senat aufgefordert, den Jahn-Sportpark so zu sanieren, dass dort große Leichtathletik-Veranstaltungen nach internationalen Standards durchgeführt werden können.

 

Wir appellieren zudem an Hertha BSC, mit dem Senat über eine gemeinsame Zukunft im Olympiastadion Berlin zu sprechen. Hertha BSC sollte als Zeichen des guten Willens sofort seine Pläne für einen Stadionumzug nach Brandenburg und damit die Verlagerung des seit 125 Jahren in Berlin beheimateten Traditionsvereins in ein anderes Bundesland aufgeben. Berlin und Hertha BSC gehören zusammen. Mit dieser Tradition sollte Hertha BSC gerade im 125. Jahr der Gründung des Vereins nicht leichtfertig umgehen.

Empfehlung der Antragskommission: vom Antragsteller zurückgezogen

Vom Antragsteller auf dem LPT zurückgezogen
 
Empfehlung der Antragskommission: Annahme in der Fassung der Antragskommission (K)
Olympiastadion soll Bundesligaarena bleiben. 
 
Die Pläne von Hertha BSC, ab 2025 in einem eigenen, auf dem Gelände des Olympiaparks Berlin errichteten Stadion zu spielen und das Olympiastadion allenfalls für wenige Spiele zu nutzen, aber weiterhin auf Teile seiner Infrastruktur zuzugreifen sehen wir kritisch.
 
Wir wollen nicht, dass das erst zur Fußball-WM 2006 mit erheblichen Aufwand sanierte Olympiastadion Berlin zu einer lediglich selten genutzten musealen Tourismusattraktion herabgestuft wird. Zudem würde mit der neuen Veranstaltungsstätte ein ruinöser Wettbewerb zum Olympiastadion, der Waldbühne und anderen großen Veranstaltungsstätten in der Stadt eingeleitet.
Der Senat sollte nicht durch Überlassen eines Grundstückes zulassen, dass Hertha BSC den Olympiapark Berlin und die in Umfang und Art wichtigen Sportanlagen durch den Bau eines Stadions mit über 55.000 Plätzen neu strukturiert und in seinem einmaligen historischen Charakter vollkommen verändert. Damit würden auch bestehende Sportanlagen und die Bildungsstätte der Landessportjugend überbaut und der wachsenden Stadt nicht mehr zur Verfügung stehen.
Allerdings erkennen wir das Bedürfnis von Hertha BSC und vielen Fußballfans nach einer atmosphärisch dichteren Fußballarena an.
Der Senat wird deshalb aufgefordert, unverzüglich mit Hertha BSC und der  Olympiastadion GmbH Gespräche aufzunehmen, um zu prüfen, ob und wie das Olympiastadion im Inneren so umgebaut werden kann, dass es den Ansprüchen an eine atmosphärisch dichte Fußballarena entspricht.
Ein möglicher Umbau im Innenbereich des Olympiastadions darf die Außenansicht des Olympiastadions in seiner einzigartigen historischen Art dabei nicht verändern.
Gleichzeitig wird der Senat aufgefordert, den Jahn-Sportpark so zu sanieren, dass dort große Leichtathletik-Veranstaltungen nach internationalen Standards durchgeführt werden können.
Wir appellieren zudem an Hertha BSC, mit dem Senat über eine gemeinsame Zukunft im Olympiastadion Berlin zu sprechen. Hertha BSC sollte als Zeichen des guten Willens sofort seine Pläne für einen Stadionumzug nach Brandenburg und damit die Verlagerung des seit 125 Jahren in Berlin beheimateten Traditionsvereins in ein anderes Bundesland aufgeben. Berlin und Hertha BSC gehören zusammen. Mit dieser Tradition sollte Hertha BSC gerade im 125. Jahr der Gründung des Vereins nicht leichtfertig umgehen.

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